top of page

PLC-Störungen bei Smart Metern lokalisieren und reduzieren

Autorenbild: Jan Chai
Jan Chai
26. Aug.
2 Min. Lesezeit

Praxisbeispiel aus dem Niederspannungsnetz

In einem Niederspannungsnetz wurde die Kommunikation mehrerer Smart Meter durch Störsignale beeinträchtigt. Mit gezielten Messungen konnten die betroffenen Netzbereiche eingegrenzt werden. Nach dem Einbau geeigneter Netzfilter waren die zuvor festgestellten Störsignale in den Kontrollmessungen deutlich geringer.


Ausgangslage: Störungen der Smart-Meter-Kommunikation


Bei einem Energieversorgungsunternehmen traten wiederholt Kommunikationsprobleme mit mehreren Smart Metern auf. Erste Messungen zeigten, dass Störsignale im Niederspannungsnetz vorhanden waren. Diese Signale überlagerten teilweise den Bereich, den das eingesetzte G3-PLC-System für die Datenübertragung nutzt.


Die Ursache war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Deshalb wurde das Netz schrittweise untersucht.


Spannungsmessung der PLC-Störsignale an der Verteilkabine

Abbildung 1: Messung über Spannung an der Verteilkabine.


Störquellen Schritt für Schritt eingegrenzt


Die Messungen begannen an einer Verteilkabine, ab der die Kommunikation der angeschlossenen Smart Meter beeinträchtigt war. Anschliessend wurden die einzelnen Abgänge der betroffenen Liegenschaft verglichen. Durch gezielte Strommessungen liess sich der Ursprung der Störsignale weiter eingrenzen.


Strommessung zur Eingrenzung von Störsignalen an der Verteilkabine

Abbildung 2: Messung über Strom an der Verteilkabine.


In der Hauptverteilung der Liegenschaft wurden drei Stromkreise identifiziert. Bei zwei Stromkreisen zeigte sich ein ähnliches Störsignal in Form eines Peaks bei 40 kHz. Ein weiterer erzeugte breitbandige Störsignale von 60 kHz bis 100 kHz.


Spannungsmessung der Störsignale an der Hauptverteilung

Abbildung 3: Messung über Spannung an der Hauptverteilung.


Strommessung an Stromkreis 1 mit auffälligem Peak bei 40 Kilohertz

Abbildung 4: Messung über Strom, Stromkreis 1.


Strommessung an Stromkreis 2 mit Störsignal bei 40 Kilohertz

Abbildung 5: Messung über Strom, Stromkreis 2.


Breitbandige Störsignale zwischen 60 und 100 Kilohertz in Stromkreis 3

Abbildung 6: Messung über Strom, Stromkreis 3.


Gezielte Filterung


Nach der Eingrenzung wurden Netzfilter direkt in die betroffenen Stromkreise eingebaut. Die Massnahme konzentrierte sich damit auf die tatsächlich auffälligen Stromkreise.


Welche Filter eingesetzt wurden und wie die Dimensionierung erfolgte, hängt von der jeweiligen Anlage und den festgestellten Störsignalen ab.


Kontrollmessung nach dem Einbau


Nach der Installation wurden die Messungen zur Kontrolle wiederholt. Die zuvor zugeordneten Störsignale waren nun deutlich geringer.


Kontrollmessung an Stromkreis 1 nach Einbau des Netzfilters

Abbildung 7: Kontrollmessung nach Filter Einbau Stromkreis 1.


Kontrollmessung an Stromkreis 2 nach Installation des Netzfilters

Abbildung 8: Kontrollmessung nach Filter Einbau Stromkreis 2.


Kontrollmessung an Stromkreis 3 nach gezielter Filterung

Abbildung 9: Kontrollmessung nach Filter Einbau Stromkreis 3.


Kontrollmessung der Störsignale an der Verteilkabine nach Filtereinbau

Abbildung 10: Kontrollmessung nach Filter Einbau an der Verteilkabine.


Fazit


Im vorliegenden Fall konnten drei störende Stromkreise lokalisiert und gezielt gefiltert werden. Die Kontrollmessungen zeigten eine klare Reduktion der zuvor festgestellten Störsignale.

Damit wurde die Störsituation im betroffenen Netzbereich verbessert, ohne dass eine grossflächige Veränderung der Anlage erforderlich war.


Störungen in der PLC-Kommunikation?


Treten in Ihrem Netz wiederholt Kommunikationsprobleme bei Smart Metern auf?


PLC Solution GmbH unterstützt Energieversorgungsunternehmen, Netzbetreiber und Installationspartner bei der messtechnischen Eingrenzung von Störquellen und bei der Kontrolle umgesetzter Massnahmen.


Kontaktieren Sie uns für eine erste technische Einschätzung Ihrer Störsituation.



 
 
 

Kommentare


bottom of page